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Trojane: Trojanski Krofi

2. September 2021
Trojane Krapfen

Die Siedlung Trojane war schon immer ein Gebirgspass, ein Grenzpunkt und eine wichtige Zwischenstation. Auch uns dient sie als Zwischenstation auf dem Weg nach Triest. Wir müssen hier einfach immer wieder von der Autobahn abfahren und uns mit den berühmten Trojanski Krofi versorgen.

Schon die alten Römern hatten der Zwischenstation Atrans (Trojane) an der Römerstraße von Aquileia über Emona (Laibach) nach Celeia (Celje) besondere Bedeutung zugemessen. Mit einer Mauer befestigt war Atrans ein wichtiger Verkehrs-, Militär-, Post- und Handelsposten für das römische Reich, da hier die Grenze zwischen Italien und der Provinz Noricum verlief. Im 16. Jahrhundert gefundene, archäologischen Funde aus dieser Zeit, darunter auch zahlreiche Münzen und Steine mit Inschriften, enthalten jedoch noch keinerlei Hinweise auf Krapfen.

Im Mittelalter verlor der Gerbirgspass rund um Trojane dann allerdings an Bedeutung, da die Landesgrenze zwischen der Steiermark und der Krain etwas östlicher verlief. Erst mit der Neuanlage der Straßenverbindung von Wien nach Laibach (um 1720 – noch vor dem Bau der Eisenbahnstrecke Wien – Laibach – Triest) herrschte hier auf dem Gebirgspass wieder ein lebhafter Straßenverkehr. In dieser Zeit der Monarchie erhielt Trojane eine bedeutende Poststellung mit einem Mautamt. An der sogennanten „alten Wienerstraße“ entlang wurden viele, für diese Zeit eher große einstöckige Fuhrmannsheime erbaut. Im Erdgeschoss befanden sich die Gasthöfe und im Stock die Nachtquartiere, dahinter Ställe für die Pferde und Lagerhäuser für die Fracht.

Wer jetzt meint, dass in diese Epoche die Geburtsstunde der berühmten Trojaner Krapfen fällt, irrt allerdings. Auch diese Gasthöfe beschäftigten sich noch nicht mit der Zubereitung des „Berliner Pfannkuchen“, wie ihn unsere nördlichen Nachbarn nennen.

Vor mehr als einem halben Jahrhundert (1961) begann die Familie Konjšek zunächst mit der gelegentlichen (ein Jahr später schon mit der täglichen) Herstellung eines Desserts, das später zum Wahrzeichen und Markenzeichen des Unternehmens und von Trojane werden sollte. Haben sie es erraten? Dabei handelt es sich nun um den weit und breit bekannten Trojane Krapfen, der sogar von einem großen Schild neben der Autobahn strahlen darf. Mit diesem Hinweis auf die Autobahnabfahrt ist Trojane eigentlich kaum zu verfehlen. Als kleine Orientierungshilfe können noch die Trojanerpasstunnel dienen. Die Autobahnabfahrt Trojane befindet sich genau in der Mitte der vier Tunnel.

Heute herrscht hier am Pass wieder reges Treiben. Ein Parkplatz für 130 PKW und 8 Autobusse bietet ausreichend Kapazität. Wer Massen (rund 500 Sitzplätze in den Gebäuden des Gasthauses) nicht scheut, erhält hier auch eine Kaffeebegleitung zu den Krapfen.

Zum Mitnehmen können die Süßspeisen in einem kleinen Shop (kleiner Eingang links vom Hauptrestaurant) erstanden werden. Die Logistik funktioniert hier bestens und für uns sind es die frischen Krapfen Wert, sich kurz dem geschäftigen Treiben auszusetzen. Auf dem Weg nach Triest müssen wir hier einfach immer wieder von der Autobahn abfahren und uns mit Krapfen versorgen. Verzehrt wird dann allerdings in ruhigeren Gefilden.

Sindikat gostinsko podjetje Trojane d.d., Trojane 11, 1222 Trojane, Slowenien

zwei Krapfen
Krapfen mit Marillenmarmelade
Krapfen mit Kokos und Vanillefüllung
Trojane Krapfen Rezept
Trojane Krapfen Werbetafel
Karte von Trojane
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Fotos: © KAFFEELAND HAINISCH
Karten: Google Maps

Homepage der Trojaner Krapfen