“Wenn du eine Frau bist …
… ist dein Platz im Haus deines Mannes. Du kochst, wäschst, versorgst die Familie, kümmerst dich um das Vieh, arbeitest auf dem Feld. Aber mitzureden hast du nichts, du darfst nicht einmal ein Stück Land oder sonst etwas besitzen. Wenn du keine Kinder zur Welt bringst oder nur Mädchen, schickt dich dein Mann fort. Wenn er stirbt, erbst du nichts und bleibst als Witwe zurück“, erzählt die junge Mutter Feyineaus dem Dorf Elele, stellvertretend für die meisten Frauen in den ländlichen Gebieten von Äthiopien.
Die Region Shone-Mazorialiegt 350 Kilometer südlich von Addis Abebaim südwestäthiopischen Hochland. Etwa 75 Prozent der Frauen des Gebiets können weder lesen noch schreiben, weil sie nie zur Schule gegangen sind oder diese nach kurzer Zeit abgebrochen haben. Die traditionelle Denkweise, dass Mädchen zu einem Leben als Hausfrau und Mutter bestimmt sind und somit keine Bildung brauchen, ist im ländlichen Äthiopien nach wie vor tief verankert.
Dieses Projekt möchte dazu beitragen, die Bildungsund Einkommensmöglichkeiten für Frauen und Mädchen im Hochland von Shone-Mazoria zu verbessern und langfristig ihre Rolle in der Gesellschaft zu stärken.
Stärker durch Bildung
Mit Bildung gegen Armut und Abhängigkeit
Der Platz eines äthiopischen Mädchens ist zu Hause. Hausarbeit statt Bildung stellt ihr Leben und ihre Zukunft dar. Durch den Einfluss der Tradition gehen viele Mädchen in den ländlichen Gebieten nicht oder nur sehr kurz zur Schule. Ohne Bildung sind und bleiben sie jedoch diskriminiert, ohne Chance, ihr Leben selbst zu gestalten und so den Teufelskreis von Abhängigkeit und Armut zu durchbrechen.
Frauen in den Dörfern des südwestlichen Hochlands sollen sich in Selbsthilfegruppen zusammenschließen, an Bildungsprogrammen teilnehmen und die Möglichkeit zu eigenen wirtschaftlichen Initiativen erhalten. Und sie sollen ihren Töchtern den Zugang zu Schule und Ausbildung öffnen, damit sie, STÄRKER DURCH BILDUNG und mit neuen Perspektiven, eine unabhängige und hoffnungsvollere Zukunft beginnen können.
Für Frauen und Mädchen, für die Familien, für die Zukunft
Unsere Partner-Organisation Misereorarbeitet seit zwanzig Jahren in der Region mit den Schwestern der Franciscan Missionaries of Mary Sisters zusammen. Mit ihnen und mehreren bewährten äthiopischen Mitarbeiterinnen möchten wir weiterhin dazu beitragen, Frauen und Mädchen durch Bildung neue Perspektiven zu eröffnen und auch längerfristig eine Verbesserung der Lebenssituation aller Familien in der Region einzuleiten.
Mit unserer Unterstützung wollen wir ermöglichen, dass die Frauen von 6 Familien aus den Dörfern von Shone-Mazoriaan an Alphabetisierungskursen teilnehmen, Selbsthilfegruppen gründen und so gemeinsam finanzielle Unabhängigkeit erreichen können, z.B. durch einen gemeinsamen Gemüsegarten, den Kauf von Hühnern und Ziegen und vielem mehr.
Fotos: © Misereor-Franciscan Missionaries of Mary Sisters (Da wir die sozialen Projekte nicht selbst betreuen und besuchen, ist der Projektträger die Quelle und Eigentümer der Fotos)
Projektbeschreibung: © Entwicklungshilfeklub
KAFFEELAND HAINISCH in Zusammenarbeit mit Entwicklungshilfeklub, Misereor und Franciscan Missionaries of Mary Sisters (Durchführung im Einsatzgebiet)