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Neue Hoffnung säen (Uganda / OXFAM)

10. Dezember 2019
Projektgrafik Hoffnung Uganda

Landwirtschaftliche Starthilfe für Flüchtlingsfamilien, damit sie ihre Ernährung sichern und sich eine Existenzgrundlage schaffen können.

Die Flucht überlebt und in Sicherheit. Was nun? Unser Weihnachts-Anstatt-Aktion hilft südsudanesischen Flüchtlingsfamilien in Uganda, auf einem Stück Land genug zum Leben anbauen und ernten zu können.

Was bisher geschah
„Danke! Als wir völlig erschöpft hier ankamen, habt ihr uns geholfen und uns zu essen gegeben. Wir sind wieder zu Kräften gekommen und mussten nicht mehr hungern. Bitte gebt uns jetzt die Möglichkeit, selbst für uns sorgen zu können.“
Mit diesem Hilferuf wandten sich Flüchtlingsfamilien aus dem Südsudan an die MitarbeiterInnen unserer Partner-Organisation Oxfam. Bürgerkrieg, Gewalt und Hunger haben sie in die Flucht getrieben. Jetzt leben sie im Norden des ostafrikanischen Nachbarlandes Uganda in Bidibidi, einem der weltweit größten Flüchtlingslager.
„Es war vor mehr als zwei Jahren, als wir geflohen sind. Erst als wir in Bidibidi ankamen, fühlten wir uns in Sicherheit. Hier wurden wir aufgenommen, haben einen Platz zum Schlafen bekommen und unsere Wunden wurden versorgt“,
erinnert sich eine junge Frau, die mit ihren drei Kindern die Fluch überlebt hat.

Lagerleben
Das Bidibidi settlement beherbergt rund 280.000 Menschen. In der Umgebung gibt es noch einige kleinere Siedlungen von Flüchtlingsfamilien aus dem Südsudan. Neben dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen und der Welthungerhilfe sind weitere Hilfswerke bemüht, das Leben der Flüchtlinge halbwegs erträglich zu gestalten.
Aber es gibt zahlreiche Schwierigkeiten: unzureichende Ernährung durch Transportprobleme und Lieferengpässe, keine Einkommensmöglichkeiten und daher kein Geld, mit dem die Familien ihre Unterkünfte besser ausstatten können sowie soziale Spannungen aufgrund eines zur Untätigkeit gezwungenen Flüchtlingsdaseins.
„Wir sind so dankbar, dass wir in Sicherheit sind, möchten aber wieder selbst in die Lage kommen, unsere Familie zu ernähren und nicht mehr abhängig sein.“

Neue Hoffnung säen

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Frau mit Früchten am Markt
Frau mit Kindern
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Vom Flüchtling zum Kleinbauern
Wir haben bereits in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, den Flüchtlingsfamilien einen Neuanfang in der Fremde zu ermöglichen dazu . Da nicht absehbar ist, ob und wann eine Rückkehr in die Heimat möglich sein wird, sind die Familien auf langfristig wirksame Unterstützung angewiesen. Im Rahmen unseres Weihnachts-Projekts 2019 sollen Familien das kleine Stück Land, das ihnen vom ugandischen Staat zur Verfügung gestellt wurde, so bestellen können, dass sie sich davon nicht nur selbst ernähren, sondern durch den Verkauf von Produkten auch ein kleines Einkommen erwirtschaften können. Dazu bedarf es einiger Anschaffungen und Hilfestellungen für die Familien:
– Ackerbau- und Gartengeräte (Hacke, Schaufel, Gießkanne …),
– der Bodenbeschaffenheit angepasstes und ertragreiches Saatgut für
verschiedene Gemüsesorten wie Kassava, Erdnüsse, Süßkartoffel, Bohnen,
– 3 Hühner pro Familie für Eier und Fleisch,
– Beratung für effiziente Anbaumethoden, Herstellung von Produkten und Vermarktung.

Hilfe zur Selbsthilfe
Wir wollen Flüchtlingsfamilien helfen, sich längerfristig eine Existenzgrundlage zu schaffen. Mit unserer Weihnachts-Anstatt-Aktion schenken wir Flüchtlingien in Bidibidi die Möglichkeit, mit landwirtschaftlichen Tätigkeiten zur Existenzsicherung der Familie beitragen zu können.

Fotos: © Oxfam (Da wir die sozialen Projekte nicht selbst betreuen und besuchen, ist der Projektträger die Quelle und Eigentümer der Fotos)
Projektbeschreibung: © Entwicklungshilfeklub
KAFFEELAND HAINISCH in Zusammenarbeit mit Entwicklungshilfeklub und Oxfam Uganda (Durchführung im Einsatzgebiet)

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