Anbau und Herkunft | Unsere Kaffeebauern

Unsere Kaffeebauern: Musfaha Niaga Mandhiri (Indonesien)

16. März 2021
Kaffee auf einem Tisch auf einer Terasse an einem Kratersee in Sumatra

Es hat einen guten Grund, dass wir immer wieder einen Kaffee aus Sumatra, der drittgrößten Insel des Inselstaates Indonesien (weltweit ist Sumatra die sechstgrößte Insel), in unserem Angebot haben. Der Kaffee aus der Region gilt als einer der besten der Welt und ist bekannt für seinen süßen, ausgeglichenen und intensiven Körper. Abhängig von der Region sind die Aromen des Landes und die Verarbeitung dann jedoch sehr unterschiedlich. Auf Sumatra bauen kleinstbäuerliche Betriebe Kaffee noch nach alter Tradition an. Oftmals sind diese Kaffees dann auch nach den ethnischen Volksgruppen der Kaffeebauern benannt. Beispielsweise hat unser Kaffee seinen Namen „Mandheling“ von der indigenen Bevölkerungsgruppe der “Mandailing“.

Hier in der Region Aceh im nördlichen Teil von Sumatra, wo aufgrund der Herrlichkeit der Landschaft auch Teile des ersten King Kong Films gedreht wurden, bauen rund 5.000 Kleinbauern unseren Kaffee an. Am Fuße des Gayo Gebirges auf den nährstoffeichen vulkanischen Böden rund um den Tobasee, dem größten Kratersee der Erde, haben sie sich durch eine ausgezeichnete Kaffeerarität ausgezeichnet. Die Region hat auch eine typische einzigartige Verarbeitung, die allgemein als „Giling Basah“ oder halbgewaschener Prozess bekannt ist und den „wilden“ Mandheling-Geschmack besonders hervorhebt.

Giling Basah

Der Begriff Giling Basah stammt aus der indonesischen Bahasa-Sprache, was so viel wie „nassmahlen“ oder „nassschälen“ bedeutet. Normalerweise trocknet Kaffee bei der Verarbeitung in seiner Pergamenthaut so lange, bis die grünen Bohnen einen stabilen Feuchtigkeitsgehalt von rund 10-12% erreicht haben. Damit sind sie dann ziemlich trocken und schimmelresistent. Danach wird der Kaffee in der Regel noch 30 bis 90 Tage auf diese Weise gelagert.

Die papierartige Pergamentschicht wird für gewöhnlich erst unmittelbar vor dem Export entfernt, da sie zum optimalen natürlichen Schutz des Rohkaffees dient. In Sumatra und anderen Teilen Indonesiens ist es jedoch üblich, die Pergamentschicht schon viel früher zu entfernen. Oft schon bereits nach 2-3 Tagen Trocknung. Zu diesem Zeitpunkt hat der Kaffee aber noch einen Feuchtigkeitsgehalt von 25-35%. Die Bohnen sind im Inneren noch mit Wasser vollgequollen.

Der Grund, warum diese Methode in Indonesien angewandt wird, lässt sich hauptsächlich auf das extrem feuchte Klima (nass, feucht und in der Nähe des Äquators) zurückführen. Das Trocknen von Kaffee dauert in Mittelamerika nur 5 bis 10 Tage dauert. In Sumatra hingegen kann das Trocknen von Rohkaffee 3 bis 4 Wochen oder sogar noch länger dauern.

Im vergangenen Jahrhundert entdeckte dann ein findiger Kaffeebauer, dass der Kaffee nach Entfernen der Pergamentschicht schneller trocknet. Und je schneller der Kaffee trocknet, desto schneller lässt er sich verkaufen. Je schneller er verkauft wird, desto früher können die Bauern bezahlt werden. Also hielt sich diese Praxis. Letztendlich ist das Giling Basah also eine praktische Entscheidung. Dies führt jedoch zu dem Geschmacksprofil, das wir heute bei Sumatra-Kaffees für typisch erachten. Typisch sind ein akzentuiertes, volles Mundgefühl, weniger Säure und oftmals typische Nuancen wie Holz, Gewürze, Tabak und erdige Töne. Traditionell „washed“ Kaffees würden radikal anders schmecken.

Sumatra Coffee Tour

Ein Team bestehend aus George Geckos (Coles), Steven McGuiness (Beans Coffee Roastery), Shayne McCristal (Peak Coffee), Jay Beaumont (Focus Magazine) und Justin Metcalf (Daily Roast) haben unsere Kaffeebauern in Sumatra besucht.

Mehr Informationen zu Musfaha Coffee findet sich auf der Homepage von Musfaha Niaga Mandhiri.

Unser Kaffee aus Sumatra: Indonesia Aged Mandheling