Melitta AromaFresh im Test - KAFFEELAND HAINISCH Blog

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im Test

Melitta AromaFresh im Test

25. März 2019
im Test: Melitta AromaFresh

Endlich gibt es auch einen Vollautomaten für die Filterkaffeezubereitung, sprich Filterkaffeemaschinen mit integriertem Mahlwerk. Neugierig auf die Bedienbarkeit und ob Melitta das Versprechen von höchstem Kaffeegenuss tatsächlich hält, haben wir die Melitta AromaFresh einem Test unterzogen.

Der erste Eindruck ist ein sehr guter. Die Maschine erscheint sehr gut verarbeitet, keinerlei Mängel (keine losen oder verzogenen Teile, keine Materialfehler,..) lassen sich erkennen. Nachdem die Aroma Fresh keine große Komplexität aufweist, kommt die Bedienungsanleitung mit kompakten 4 Seiten aus. Überraschenderweise ist diese sogar in einem verständlichen Deutsch verfasst.

Nach Entfernen der Verpackung wollen wir es genau wissen. Das Einstellen der Wasserhärte wird gleich einmal übersprungen (die Grundeinstellung ist ohnedies auf höchstem Härtegrad voreingestellt, womit einmal auch nichts schiefgehen kann). Schnell die Uhrzeit einstellen und einmal Wasser zwecks Reinigung durchlaufen lassen und dann geht´s los:

Kaffeezubereitung in der Melitta AromaFresh

1. Bohnenbehälter mit Kaffeebohnen füllen

Zuerst wird der Bohnenbehälter an der Oberseite mit frisch gerösteten Kaffeebohnen befüllt.

2. Mahlgrad wählen

Die Maschine verfügt über drei Mahlgradeinstellungen und bietet somit eine Möglichkeit ein wenig auf einzelne Kaffeesorten einzugehen. Die feinste Mahlgradeinstellung entspricht einer üblichen Filterzubereitung.

3. Papierfilter einlegen

Der Schwenkfilter lässt sich zur Seite bewegen und – der Filtereinsatz kann entnommen werden. Filterpapier der Größe 1×4 einsetzen und dieses dann mit lauwarmem Wasser gründlich ausschwemmen. Dadurch ist einerseits sichergestellt, dass der Filter gut „sitzt“ und andererseits eine gleichmäßigere und leichtere Extraktion der gewünschten Kaffeearomen ohne Papiergeschmack stattfindet.

4. Wasser einfüllen

Dann füllen wir Wasser in den Tank, welcher leider fest verbaut und daher nicht abnehmbar ist. Wichtig zu wissen: Es wird immer das gesamte im Wassertank vorhandene Wasser verbraucht, daher ist auch bei der Wassermenge auf die Anzahl an Tassen zu achten. Dadurch kann es auch nie Keimbildungen aufgrund von abgestandenem Wasser kommen.

Jetzt gilt unsere ganze Aufmerksamkeit dem Bedienelement:

Am Tassensymbol stellen wir die Anzahl an Tassen ein. (Achtung nur gerade Tassenanzahl möglich).

Mit dem Kaffeebohnensymbol wählen wir dann die Stärke des Kaffees (= Kaffeemenge). Hier stehen ebenso drei vorgegebene Einstellungen zur Verfügung.

Mit der On/Off Taste starten wir die Zubereitung und die grüne LED beginnt zu blinken.

Die drei nicht verwendeten Tasten sind „TIMER“ für einen automatischen Start zu einem programmiertem Zeitpunkt, das Kaffeelöffelsymbol für die Zubereitung mit bereits gemahlenem Kaffee (= „Ausschalten“ des Mahlwerkes) und „CALC“ zum Entkalken der Maschine.

Ab jetzt arbeitet die Kaffeemaschine ohne unser Zutun:

Die Kaffeebohnen werden direkt in den Kaffeefilter gemahlen

Das Mahlwerk ist weder besonders laut noch auffällig leise.

Das Wasser wird auf das Kaffeemehl verteilt.

Da das Wasser über drei Austrittsöffnungen über das Kaffeemehl verteilt wird, gelingt eine recht gleichmäßige Benetzung und somit eine verhältnismäßig gute Extraktion.

Am Schaum auf dem Kaffeesatz ist erkennbar, dass der Kaffee frisch gemahlen wurde.

Ist die Kaffeemaschine mit dem Aufgießen fertig leuchtet die grüne LED durchgehend und ein kurzer Piepton ist zu hören.

6. Der Kaffee ist fertig

Die Filtertüte mit dem Kaffeesatz lässt sich dank des entnehmbarem Filtereinsatzes mit Tropfstopp einfach und problemlos entsorgen.

Reinigung der Melitta AromaFresh

Ausschlaggebend für die Qualität des Kaffees ist natürlich auch, wie einfach die Reinigung der Maschine durchgeführt werden kann. Und auch hier sind wir positiv überrascht. Der Bohnenbehälter ist abnehmbar und lässt sich somit leicht entleeren und reinigen. Mahlwerk und Kaffeepulverschacht sind leicht zugänglich und somit einfach zu reinigen. Filtereinsatz und Glaskanne samt Deckel sind erfreulicherweise spülmaschinengeeignet. Mittels einer roten LED gibt die Maschine auch an, wann sie entkalkt werden will. Einziges Manko betreffend Reinigung ist der fest verbaute Wassertank.

unser FAZIT:

Eine längst überfällige Innovation (wir haben uns schon immer gefragt, warum es keine Filterkaffeevollautomaten mit integriertem Mahlwerk gibt) zu einem erschwinglichen Preis (Preisempfehlung des Herstellers: € 169,99 / Aktionspreise schon ab € 120,00). Endlich lässt sich der Kaffee in einer Filterkaffeemaschine frisch mahlen und auch aufbrühen. Dank des 3-Loch Wasserauslasses gelingt eine recht gleichmäßige Benetzung des Kaffeemehls und somit auch eine verbesserte Extraktion.

Freunde des Handfilters werden jedoch nur eingeschränkt zufrieden gestellt sein. Im Vergleich zum händischen Aufguss besteht natürlich ein Unterschied, da sich beim händischen Aufguss das Brühen (wie bspw. das Blooming oder die Dosierung der Geschwindigkeit des Aufgießens) besser steuern lässt. Damit kann beim Handaufguss auch besser auf den Geschmack, die Tassenanzahl und Kaffeesorte eingegangen werden.

Über die Einstellung des Mahlgrades und der Kaffee- sowie Wassermenge lässt sich ähnlich einem Kaffeevollautomaten der Geschmack aber doch ein wenig justieren. Die Frische des frisch gemahlenen Kaffees ist gegenüber jeder anderen Filterkaffeemaschine ein deutliches Plus.

+ einfache Bedienung und Handhabung
+ entnehmbarer Filtereinsatz
+ leichte Reinigung
+ Entkalkungsprogramm

– Wasserbehälter fest verbaut
– fehlende Ganzabschaltung (Stromverbrauch)
– nur gerade Tassenanzahl wählbar
– erkennt nicht, wenn Bohnenbehälter leer

Melitta AromaFresh Filterkaffeemaschine mit Mahlwerk (Herstellerseite)